Der Weg ins Leben

Theateraufführung |
22., 25. und 31. Oktober 2017 |
3. und 30. November 2017 |

 

Nach Zeitzeugenberichten und unter Verwendung von Dokumenten sowie Texten von Anton Makarenko u.a.
Spielfassung von Jörg Bochow und Volker Lösch

Der russische Bürgerkrieg, der auf die Revolution von 1917 folgte, hinterließ neben Tod und Verwüstung auch eine sehr große Zahl von verwahrlosten Straßenkindern, die bettelnd und stehlend durch die Städte zogen. Mit einer auf Kollektivbildung und handwerklicher Arbeit basierenden Erziehung wollten Pädagogen wie Anton Makarenko aus diesen Kindern und Jugendlichen einen »Neuen Menschen« formen. Was als Utopie begann, wurde in der Stalin-Ära und später in der DDR zu einem Konzept zwangsweiser Umerziehung. In den sogenannten Jugendwerkhöfen und den Spezialheimen wurden die Bildungschancen und Entwicklungswege tausender Jugendlicher und vor allem ihre Fähigkeit zu einem selbstbestimmten Leben gewaltsam behindert statt gefördert.

Wie gehen die ehemaligen Heimkinder mit diesen Erfahrungen um, wie haben sie ihre eigenen Kinder nach der Wende erzogen? Aus Gesprächen und Berichten von 30 Zeitzeugen sowie aus zahlreichen Dokumenten und Texten entsteht ein Theaterabend, der den Bogen von 1920 bis in die Gegenwart spannt.

Veranstalter: Staatsschauspiel Dresden
Ort: Schauspielhaus, Theaterstraße 2, 01067 Dresden

Weitere Informationen

(Text- und Bildquelle: Veranstalter)