Erinnerungskulturen in Dresden

Erinnern bewahren, es auf seine Bedeutung für die Zukunft befragen und daraus Engagement für Demokratie, Frieden und Menschenrechte ableiten: Jahr für Jahr setzen sich Dresdner Bürgerinnen und Bürger, Organisationen und Initiativen in Hunderten Aktivitäten mit der Vergangenheit unserer Stadt auseinander. Die folgenden Fotografien geben einen (notwendigerweise unvollständigen) Eindruck von der Vielfalt dieses Engagements.


Dresdner Karte des Erinnerns für die Zukunft

Als Forum möchten wir eine Kultur der Begegnung im Erinnern fördern, die sich auf Engagement für Demokratie, Frieden und Menschenrechte richtet. Wir rufen zur Achtung differierender Erinnerungskulturen und zum Diskurs untereinander auf. Voraussetzung dafür ist es, die Vielfalt städtischer Erinnerungskulturen zu kennen. Welche Ereignisse der Stadtgeschichte sind für die Dresdnerinnen und Dresdner wichtig? Auf welche Erinnerungsorte, auf welche Geschichtsdaten beziehen sich die unterschiedlichen Gruppen der Stadtgesellschaft in ihrer Arbeit? Und vor allem: Mit welchen Zielen tun sie dies? Die »Karte des Erinnerns für die Zukunft« soll diese Vielfaltillustrieren


Ein Rahmen für das Erinnern

Wenn wir in größeren oder kleineren Gruppen an Vergangenes erinnern, dann verbinden sich damit Absichten, seien sie politisch, kulturell, sozial oder wirtschaftlich. Sie sind es, die bestimmen, an welche Aspekte unserer komplexen Vergangenheit wir erinnern und wie wir Vergangenes deuten. So vielfältig wie diese Absichten sind die Rückgriffe auf Geschichte. In jeder einzelnen Gruppe werden Inhalte und Formen des gemeinsamen Erinnerns durch viele Einflüsse geprägt.

So lebt Dresden, wie jede Stadt, mit vielfältigen Erinnerungskulturen, die sich unterscheiden wollen, einander aber auch begegnen können. Diese Vielfalt verstehen wir als produktive Ressourcen für die Zukunft – unter der Voraussetzung, dass sich ihr kollektives Erinnern auf Ziele richtet, die von der demokratischen Stadtgesellschaft geteilt werden.

Ausgehend von diesem Verständnis hat das Forum ERINNERN GESTALTEN Dresden ein Grundsatzdokument erarbeitet, das als praktisches Werkzeug für das gemeinsame Gestalten des Erinnerns gedacht ist: »Ein Rahmen für das Erinnern«.