»Ertragen können wir sie nicht« | Martin Luther und die Juden

21. März bis 28. April 2017 |
Ausstellung im Haus der Kirche – Dreikönigskirche |

Wanderausstellung aus Anlass des Reformationsjubiläums 2017 |

Die Ausstellung informiert über Grunddaten der Biographie Martin Luthers, gibt einen Überblick über Luthers Äußerungen zu »den Juden« und ordnet sein Verhältnis zum Judentum in die Theologiegeschichte ein. Ausführlich stellt sie Geschichte und Status des Judentums in Deutschland bis in die Reformationszeit dar.

Martin Luther war nicht nur ein genialer theologischer Denker, Liederdichter und mutiger Reformator der Kirche, sondern auch ein vehement antijüdischer Kirchenmann. Zwar wechselte er im Laufe seines Lebens die Tonlage, doch seine Grundhaltung blieb Zeit seines Lebens dieselbe: Luther hielt den jüdischen Glauben für verblendet und die Juden – nach dem Teufel – für die größten Feinde des Christentums. In seiner üblen antijüdischen Schrift »Von den Juden und ihren Lügen« ruft der Reformator ausdrücklich auf, »Synagogen und Häuser der Juden zu zerstören, ihre Gebet- und Talmudbücher zu verbrennen, die Juden zu entrechten« und, als letzte Möglichkeit, »sie zu vertreiben«.

Wie kann Luthers Judenfeindschaft verstanden werden? Was ist ihr Kontext? Kann man sie als Entgleisung bewerten, war sie schlicht zeitbedingt oder weist sie auf Grundprobleme der reformatorischen Theologie hin? Zur Erinnerung der Reformation gehört jedenfalls unverzichtbar die Auseinandersetzung mit Luthers Judenfeindschaft. Hierzu will die Ausstellung »›Ertragen können wir sie nicht‹ – Martin Luther und die Juden« anregen, die im Referat für Christlich-Jüdischen Dialog der Ev.-Luth. Nordkirche konzipiert wurde.

Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V.
Ort: Foyer Haus der Kirche – Dreikönigskirche, Hauptstraße 23, 01097 Dresden
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 16 Uhr

Weitere Informationen

(Text- und Bildquelle: Veranstalter)