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Die Echt Foto Postkarten der DDR | Zwischen Zensur und Dokument

9. Mai 2018 | 20:00

Von und mit Erasmus Schröter, Leipzig |

Der Leipziger Erasmus Schröter wuchs in der DDR auf und erhielt während seines Studiums an der dortigen Hochschule für Grafik und Buchkunst seine Ausbildung zum Fotografen. Seitdem ist er in der internationalen Fotokunstszene aktiv.

Mit den Augen eines Fotografen sammelte er in den letzten Jahrzehnten intensiv auf Flohmärkten die Echt-Foto-Postkarten der DDR. Der Schwerpunkt seiner Sammlung, die inzwischen auf mehrere Tausend Postkarten angewachsen ist, liegt auf allen kulturellen Äußerungen der DDR-Moderne. So gibt es Karten von sozialistischer Neubauarchitektur, staatlichen Ferienheimen, Pionierlagern für die Jugend und von sozialistischen Denkmälern. Andere Postkarten vermitteln interessante Einblicke in das Innere der Gebäude. Sie zeigen die Inneneinrichtung sowie die Bildkunstwerke der sozialistischen Ära. Die Mehrzahl der Relikte sozialistischen Bauens und politischer Denkmäler ist inzwischen abgerissen und verschwunden. Allein die Postkarte zeigt uns noch die vergeblichen Fortschritts- und Siegesillusionen des Sozialismus der DDR. Damit erfüllen diese kleinen Fotopostkarten in unserer Zeit eine wichtige Funktion als fotografisches Dokument.

Der Vortrag führt auf unterhaltsame Weise in die damals offiziell erwünschte Bildwelt der DDR. Er beleuchtet an Hand vieler Beispiele, wie die Fotopostkarte im Spannungsfeld von Zensur und fotografischem Dokument ihre spezifische, heute oft seltsam fern anmutende Ästhetik entwickelte.

Eintritt:
2 Euro, ermäßigt 3 Euro, Fördermitglieder frei

(Textquelle: Veranstalter)

Veranstaltungsort

Motorenhalle
Wachsbleichstraße 4a
Dresden, 01067 Deutschland
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