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Kinderspiel. Glücksspiel. Kriegsspiel. | Große Geschichte in kleinen Dingen 1900–1945

3. Mai 2018 | 14:50

Vortrag von Dr. André Postert, Hannah-Arendt-Institut Dresden |

Was haben Spiele und Spielsachen mit Geschichte, Politik oder gar mit totalitären Systemen zu tun? Nur wenig, könnte man auf den ersten Blick meinen. Warum der Mensch spielt, welche Funktion und welchen Nutzen seinem Spiel zufällt, sind Fragen in der Pädagogik, Psychologie und Philosophie. Historikerinnen und Historiker haben sich des Themas nur am Rande angenommen. Erstaunlich, denn in der Geschichte findet man Spiel und Spielzeug zuhauf.

André Postert begibt sich auf Erkundungsreise, ordnet Objekte und Diskurse in ihren Kontext ein: militärische Spielwaren aus der Zeit beider Weltkriege, ideologische und rassistische Produkte aus dem Nationalsozialismus sowie materielle Zeugnisse des Holocaust. Die Vorstellungen davon, was das Spiel ist, was es ausmacht und wie es sein soll, unterliegen dem Wandel. Spielzeug inszeniert oder thematisiert Gegenwart und Politik. Manchmal werden Spiele sogar zensiert und verboten. Das macht sie zu einem Untersuchungsgegenstand auch für die Geschichtswissenschaft.

André Postert, geb. 1983, ist Historiker und lebt in Dresden. An der Universität Duisburg-Essen 2013 mit einer Arbeit über die jungkonservative Bewegung in der Weimarer Republik promoviert, ist er seit 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden.

Veranstalter:
TU Dresden, Zeuner-Bau, Raum 260, 01069 Dresden, George-Bähr-Straße 3c

(Textquelle: Veranstalter)

Veranstaltungsort

TU Dresden, Zeunerbau
George-Bähr-Straße 3c
Dresden, 01069
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