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Konjunkturen einer Revolution: Die deutschen Umbrüche von 1918/19 zwischen Präsenz, Amnesie und Revitalisierung

17. Mai 2018 | 14:50

Vortrag von Prof. Dr. Alexander Gallus, TU Chemnitz |

Die Revolution von 1918/19 diente von Anfang an eher der Dissens- als der Konsensstiftung. Gerade der kontroverse Charakter sicherte ihr über Jahrzehnte hinweg einen prominenten Platz in der Zeit- als Streitgeschichte. Während der vergangenen dreißig Jahre hingegen entwickelte sie sich hin zu einer »vergessenen Revolution«, die erst seit kurzem – angesichts des herannahenden Hundertjahresjubiläums – wiederentdeckt wird. Der Vortrag blickt zurück auf eine einst lebendige Interpretationsgeschichte, die irgendwann im Verlauf der 1980er Jahre in eine Art Schockstarre geriet, und wirft folgende Fragen auf: Wie ist dieser merkwürdige Vorgang zu erklären? Was sind die Gründe für den aktuellen Wandel? Schließlich: Welche aktuellen (Um-)Deutungen zeichnen sich ab, welche neuen ›Sehepunkte‹ rund um die deutsche Revolution von 1918/19 lassen sich fixieren?

Zum Referenten:
Studium in Berlin und Oxford; seit 2013 Inhaber des Lehrstuhls Politische Theorie und Ideengeschichte an der TU Chemnitz; 2006 bis 2013 Juniorprofessor für Zeitgeschichte – Geschichte des politischen Denkens an der Universität Rostock; Veröffentlichungen u.a.: Heimat »Weltbühne«. Eine Intellektuellengeschichte im 20. Jahrhundert, Göttingen 2012; (Hrsg.) Meinhof, Mahler, Ensslin. Die Akten der Studienstiftung des deutschen Volkes, Sonderausgabe, Göttingen 2017; (Hrsg.) Die vergessene Revolution von 1918/19, Göttingen 2010.

Veranstaltungsort:
TU Dresden, Zeuner-Bau, Raum 260, 01069 Dresden, George-Bähr-Straße 3c

(Textquelle: Veranstalter)

Veranstaltungsort

TU Dresden, Zeunerbau
George-Bähr-Straße 3c
Dresden, 01069
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