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Nächstenliebe kennt keine Obergrenze!?

5. April 2018 | 20:00

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe »ErinnerungMachtZukunft« |

Prof. Dr. Werner J. Patzelt, Dresden
Prof. Dr. Bernhard Laux, Regensburg

Manche wollen sie, für andere ist die Obergrenze Höhepunkt der Abschottung. Selbst Christen haben darin keine einheitliche Position. Manche deuten angesichts der aktuellen Flüchtlingsdebatte Joachim Gaucks Ausspruch »Unser Herz ist weit. Aber unsere Möglichkeiten sind endlich« als Bestätigung für eine gesellschaftliche Überforderung. Andere folgen den Vorsitzenden der beiden Kirchen, die in der Obergrenze einen Verstoß gegen die Humanität sehen.

Doch welche Bedeutung hat die universalistische Moral des Christentums in der Debatte und wo stößt sie angesichts endlicher Ressourcen in der Politik an ihre Grenze? Stellt eine unbedingt verpflichtende Nächstenliebe für die Bevölkerung eine Überforderung dar, die eine ethnische, ethische, kulturelle oder nationale Begrenzung braucht? Und ist Nächstenliebe ein Gebot, das moderne und hochkomplexe Gesellschaften an Caritas und Diakonie ausgliedern müssen, um sich selbst vor Überforderung zu schützen? Oder hat die Nächstenliebe, weil es doch ein göttliches Gebot ist, Bedeutung für politisches Handeln? Wie könnte diese Bedeutung verstanden werden?

Prof. Dr. Werner J. Patzelt lehrt Politikwissenschaft an der Technischen Universität Dresden. Prof. Dr. Bernhard Laux lehrt Christliche Sozialethik an der Universität Regensburg.

(Textquelle: Veranstalter)

Veranstaltungsort

Haus der Kathedrale
Schloßstraße 24
Dresden, 01067 Deutschland
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Website:
http://www.katholische-akademie-dresden.de/ueber-uns/kontakt