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ZeitZeuge. Ein Leben zwischen Diktatur und Demokratie

20. April 2018 | 20:00

Lesung und Gespräch mit Angelika Barbe und Siegmar Faust |

Die neue Veranstaltungsreihe mit dem »Verband politisch Verfolgter des Kommunismus e.V.« präsentiert Dissidenten, die in der Zeit bis 1989 der Willkür des Unrechtsregimes der DDR als andersdenkende Schriftsteller und Künstler ausgesetzt waren. Die Erfahrungen reichen von politisch motivierten Exmatrikulationen, der Bewährung in der Produktion, langjähriger Bespitzelung durch Staatssicherheit und deren Helfer, Haft, Einweisung in die Psychiatrie bis hin zu Ausbürgerung, Abschiebung oder Ausreise.

Der Ruf danach, »das Land zu verändern und die Demokratie friedlich zu erkämpfen«, ist für viele der damaligen Dissidenten auch heute wieder Antrieb.

Der SPIEGEL titelte in einem Artikel vom Januar 2018: »In der DDR kämpften sie für Freiheit und Menschenrechte. Jetzt sind einige der früheren Dissidenten zu den Rechten übergelaufen.«

Diese Veranstaltungsreihe gibt jenen Dissidenten eine Stimme, die in der DDR verunglimpft wurden und auch heute wieder stigmatisiert und gebrandmarkt werden.

Denn es gilt noch immer: »Das Land verändern! Demokratie friedlich erkämpfen!«

 

Der Autor Siegmar Faust, 1944 geboren war als politischer Häftling wegen »staatsfeindlicher Hetze« in den 1970er Jahren in der DDR insgesamt 33 Monate inhaftiert. 1976 wurde ihm die Ausreise in die Bundesrepublik gestattet. In der BRD arbeitete er freiberuflich als Schriftsteller, Drehbuchautor, Rezensent und Vortragsreferent. Seit Ende der 1980er Jahre ist Faust Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), heute als Kuratoriums-Mitglied. Von 1987 bis 1990 war er Chefredakteur der von der IGFM herausgegebenen Zeitschrift »DDR heute« sowie Mitherausgeber der Zeitschrift des Brüsewitz-Zentrums, »Christen drüben«. Von 1996 bis 1999 war er Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen im Freistaat Sachsen. Er ist u.a. Mitglied des Vereins »Gegen das Vergessen« (Pforzheim), des Berliner Fördervereins »Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus«, Vorstandsmitglied des Menschenrechtszentrums Cottbus e. V. und Miteigentümer der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus.

Angelika Barbe, 1951 geboren, war DDR-Oppositionelle, Gründungsmitglied der DDR-SPD und Bundestagsabgeordnete der SPD. 1996 war sie Mitbegründerin des »Berliner Bürgerbüros zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur« und trat aus Protest gegen die Zusammenarbeit der SPD mit der PDS mit weiteren DDR-Bürgerrechtlern wie Günter Nooke und Vera Lengsfeld der CDU bei. Seit 2001 war sie Mitglied des Bundesvorstandes der Dachorganisation Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG), bis Juli 2007 amtierte sie als stellvertretende Vorsitzende. Bis zum Frühjahr 2017 war sie bei der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung tätig und befindet sich heute im Ruhestand.

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro

(Textquelle: Veranstalter)

Details

Datum:
20. April 2018
Zeit:
20:00
Veranstaltungskategorien:
,
Veranstaltung-Tags:
Website:
http://www.kulturhaus-loschwitz.de/index.html

Veranstaltungsort

Kulturhaus Loschwitz
Friedrich-Wieck-Str. 6
Dresden, 01326 Deutschland
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http://www.kulturhaus-loschwitz.de/index.html