Geschichte, Genozid und Gegenwart der Roma und Sinti in Böhmen und Mähren

Pirna_Sinti_Roma

12. Mai bis 29. Juni 2016 |
Ausstellung im Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Pirna) |

Im Gebiet des damaligen Protektorats Böhmen und Mähren wurden 1940 in Lety und Hodonin im »Sammellager für Zigeuner« Roma und Sinti – darunter komplette Familien – unter unmenschlichen Bedingungen interniert. Viele von ihnen starben in dem Lager. Im Jahre 1943 wurden die beiden Lager aufgelöst und deren Insassen kamen in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, wo sie vergast, getötet wurden. Über 90 Prozent der Roma und Sinti aus Böhmen und Mähren wurden Opfer des NS-Rassenwahns.

Die Eröffnungsveranstaltung findet am 11. Mai 2016, 17 Uhr im Landratsamtes Pirna statt (Stadtflügel, Foyer). Miroslav Grajcar, der Vorsitzende des Roma-Vereins Indigo Decin, wird in seinem Statement über Bildung und Integration der Roma aus Pirnas Partnerstadt Decin sprechen. Zur Vernissage haben ihr Kommen u.a. der Oberbürgermeister von Pirna Klaus-Peter Hanke und aus der Stadt Decin die stellvertretende Oberbürgermeisterin Hana Cermonova angekündigt. Den Organisatoren wurde kurzfristig mitgeteilt, dass vom tschechischen Generalkonsulat Dresden Generalkonsul Jiri Kudela kommt.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Landratsamtes zu besichtigen.
Veranstalter: SPD-AG Euroregion Elbe-Labe in Kooperation mit dem Roma-Verein Indigo Decin

Weitere Informationen

(Text- und Bildquelle: Veranstalter)