Im Westen nichts Neues

Sonntag, 29. April 2018, 18 Uhr |
Konzert und Lesung im Kulturpalast |

 

Auch Marcel Dupré hatte sich der kriegsverherrlichenden Stimmung nicht entziehen können, die zu Beginn des 1. Weltkrieges in ganz Europa vorherrschte. Doch angesichts der Grausamkeit des Krieges wich seine anfängliche Hoffnung schon bald der Verzweiflung. Unter dem Eindruck der verheerenden Schlacht von Verdun schrieb er 1916 das Oratorium »De profundis« und widmete es den für Frankreich gefallenen Soldaten. Als Grundlage wählte Dupré den 130. Psalm (»Aus der Tiefe, rufe ich, Herr, zu dir«), dessen Text Vergebung und Erlösung erbittet, und fügte den Introitus der katholischen Totenmesse als Epilog an. Der sinfonisch behandelten Orgel kommt in der Komposition eine so bedeutende Rolle zu, dass auch die Fassung ohne Orchester von großer Wirkung ist. Auszüge aus dem berühmten Antikriegsroman »Im Westen nichts Neues« ergänzen das hochemotionale Werk.

 

Marcel Dupré
»De profundis« op. 18 – Oratorium für Chor, Sopran, Tenor, Bass und Orgel (1916)
»Für die für das Vaterland gefallenen Soldaten«

Erich Maria Remarque
Lesung aus dem Roman »Im Westen nichts Neues« (1928)
Werke für Orgel und Chor a cappella

 

Prof. Gunter Berger | Leitung
Eva Zalenga | Sopran
Christoph Pfaller | Tenor
Andreas Scheibner | Bass
Denny Wilke | Orgel
Mechthild Großmann | Lesung
Philharmonischer Chor Dresden

(Textquelle: Veranstalter | Bild Text: Der Philharmonische Chor Dresden, © Nikolaj Lund, Bild Teaser: Der Philharmonische Chor Dresden, © Markenfotografie, Quelle: Veranstalter)