Ravensbrück 1939-1945 | Christliche Frauen im Konzantrationslager

17. Januar bis 2. März 2018 |
Ausstellung in der Kreuzkirche Dresden |

 

Christliche Frauen wurden von den Nationalsozialisten verhaftet, weil sie sich aufgrund ihrer Geisteshaltung kritisch oder oppositionell gegenüber dem NS-Regime verhalten hatten. Mit ihnen werden Vielfalt und Diversität unterschiedlicher konfessioneller Kulturen in Europa zum Thema: Die Häftlinge stammten aus römisch-katholischen, griechisch- und russisch-orthodoxen sowie verschiedenen reformatorisch-protestantischen Milieus.

Dreizehn von ihnen, die in das KZ Ravensbrück verschleppt wurden, werden in der Ausstellung porträtiert. Ein zweiter Ausstellungsteil ist den religiösen Praxen im Lager gewidmet, die weitgehend unsichtbar bleiben mussten. Eine Herausforderung war der Mangel an liturgisch wichtigen Objekten und kanonischen Schriften, der unterschiedlich und manchmal auf abenteuerliche Weise kompensiert wurde. Ein dritter Ausstellungsteil wendet sich der Frage nach der religiösen Praxis im Umfeld des Konzentrationslagers zu: Die Gottesdienste in der Stadt Fürstenberg waren deutsch-christlich geprägt. Kirchenaustritte wegen SS-Mitgliedschaft sind dokumentiert. Kurzporträts über den amtierenden Pastor bzw. die ihn ersetzenden Pfarrverwalter ergänzen die wenigen bislang bekannten Fakten.

Veranstalter: Kreuzkirche Dresden
Ort: Kreuzkirche Dresden, Ausstellungskapelle, An der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden
Öffnungszeiten: während der Öffnungszeiten der Kreuzkirche

Ein Ausstellungsprojekt der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten in Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Fürstenberg/Havel.

Weitere Informationen

(Text- und Bildquelle: Veranstalter)