»Wir wollen freie Menschen sein« | Der DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953

15. Juni bis 29. Juli 2018 |
Ausstellung im Dokumentations- und Informationszentrum DIZ Torgau |

 

Zwanzig großformatige Plakate erzählen die Geschichte des Volksaufstands vom 17. Juni 1953. In jenen Tagen gingen eine Million Menschen in mehr als 700 Städten und Gemeinden in der DDR auf die Straße. Was als sozialer Protest begonnen hatte, entwickelte sich rasch zur politischen Manifestation: Der massenhafte Ruf nach Freiheit, Demokratie und deutscher Einheit ließ die SED-Diktatur de facto kapitulieren. Es waren sowjetische Panzer, die den Aufstand alsbald im Keime erstickten.

Die Ausstellung schildert die Vorgeschichte des Aufstandes. Sie zeigt, wie der Protest Berliner Bauarbeiter zum Auslöser republikweiter Massendemonstrationen wurde, die für die unterschiedlichen Regionen der DDR geschildert und illustriert werden. Weitere Plakate widmen sich der Niederschlagung des Aufstandes und seiner Opfer. Ausführlich werden die Folgen der Erhebung für die SED-Diktatur, die Reaktionen des Westens sowie die Erinnerung an den Aufstand von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart beschrieben.

Autor der Ausstellungstexte ist der renommierte Historiker und Publizist Dr. Stefan Wolle. Für die Ausstellung wurden Fotos und Dokumente aus 25 Archiven ausgewählt. Neben Bildikonen, die in das öffentliche Gedächtnis eingegangen sind, präsentiert die Schau weithin unbekannte Fotos aus allen Regionen der DDR.

Das Foto zeigt Demonstranten mit schwarz-rot-goldenen Fahnen am 17. Juni 1953, die vom sowjetischen Sektor kommend das Brandenburger Tor durchschritten. Die Staatsflagge ist 1953 in Ost und West noch identisch. (Quelle: Bundesregierung/Perlia-Archiv)

 

Veranstalter:
Dokumentations- und Informationszentrum DIZ Torgau

Veranstaltungsort:
Dokumentations- und Informationszentrum DIZ Torgau
Schloss Hartenfels, Schlossstraße 27, 04860 Torgau

Öffnungszeiten:
täglich 10 bis 18 Uhr (Eintritt frei)

Weitere Informationen

(Text- und Bildquelle: Veranstalter)