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Ein Volk- Zwei Staaten – Zwei Gesellschaften? Zur Verfassung der DDR und dem Grundgesetz der Bundesrepublik

17. Juni 2019 | 18:00

Symposium |

1949 treten mit Gründung von Bundesrepublik und DDR in Deutschland zwei Rechtsrahmen in Kraft: das Grundgesetz und die Verfassung der DDR. Beide er­heben den Anspruch, demokratisch und rechtsstaat­lich zu sein. War dies in der DDR wirklich der Fall?

Die SED legte den Text sehr einseitig aus, wie sich am 1952 beschlossenen »Aufbau des Sozialismus« zeigt. Politisch, wirtschaftlich und ideologisch erhöhte die Regierung den Druck, etwa durch Wahlfälschung, Enteignungen, höhere Arbeitsnormen oder politisch motivierte Verfahren gegen kirchlich aktive Ober­schüler. In nur einem Jahr verdoppelte sich so die Zahl der Gefängnisinsassen auf 66.000. Am Ende dieser unzähligen Repressionen steht der gewaltsam niedergeschlagene Volksaufstand vom 17. Juni 1953.

Hat hier der Rechtsrahmen versagt? Oder war diese Entwicklung durch ein zu verengtes Verständnis von Bürgerrechten in der Verfassung angelegt? Wie un­terscheidet sich hiervon der freiheitliche Rahmen des Grundgesetzes? Welche Rechte sind unverletzlich? Welche Pflichten darf eine Gesellschaft von ihren Bürgern einfordern? Wo sind die Grenzen der Frei­heit? Diese Fragen bewegen uns auch heute, wenn wir über Wohnungsenteignungen oder ein verpflich­tendes soziales Jahr nachdenken.

Sie sind eingeladen mit uns über diese Fragen ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss an die Veranstal­tung findet die Preisverleihung für die Gewinner des Fotowettbewerbs »Stolz auf Sachsen« statt.

(Text- und Bildquelle: Veranstalter)

Veranstaltungsort

Stadtmuseum Dresden
Wilsdruffer Straße 2
Dresden, 01067 Deutschland
Website:
http://www.museen-dresden.de/index.php?lang=de&node=stadtmuseum